Prototyp-Tasting Tutti Frutti 3.0 bei Landgang

23.03.2018- Hamburg

Nachdem die beiden bisherigen Tutti Frutti-Versionen von Hopper Bräu/Landgang spannend gewesen sind (Pflaume bzw. Gurke), war natürlich die Ankündigung bei utappd, dass an diesem Freitagabend Prototypen für die Version 3.0 zur Verkostung stünden, verlockend.

Also ging es nach Feierabend auf nach Bahrenfeld in die spärlich beleuchtete Brau-Bar-Lagerhalle von Landgang.

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Etwas Ernüchterung machte sich dann bei mir vor Ort doch breit:

Nicht nur, dass die fünf Prototypen ohne große persönliche Ansprache, Erklärung oder Präsentation ausgegeben wurden.

Es wurde auch ein Preis von 10 € aufgerufen, also 2 € pro 0,1 L Kostprobe.

Von noch nicht marktreifen Prototypen wohlgemerkt.

Hier wurde also, ob aus finanzieller Not oder Überheblichkeit, wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass das „Versuchskaninchen“ zu zahlen habe.

Dafür, dass es sich Landgang für Testzwecke zur Verfügung stellen darf.

Nun gut, käme es bei spannendem Bier auf 2 € an, wäre dieser Blog nicht entstanden.

Also zahlte ich brav die 10 €, nahm den Bewertungsbogen (Geruch, Geschmack, Gesamt) nebst eines abgenutzten Bleistifts in Empfang und begab mich zum Zapfstand für die Prototypen.

Dort zapfte mir der wenig euphorisch wirkende und wortkarge Landgang-Mitarbeiter die fünf Kostproben in die 0,1 L-Taster (nicht ohne durch unfachmännisches Nutzen der „Schaumtaste“ fast einen Hahn abzubrechen), machte wortlos einen Strich quer über meinen Bewertungsbogen, damit ich mich auch ja kein zweites Mal bei ihm anstelle, und ich zog mich an einen der Tische zurück.

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Die Kostproben an bunten, säuerlich-fruchtigen Bieren fiel dann, wie bei Prototypen zu erwarten, durchwachsen aus.

Die meisten Varianten waren ok bis ganz gut.

Die Version mit Blaubeeren sah zwar spannend aus (wie ein rosa-lilaner Joghurt-Drink), aber schmeckte für mich ungenießbar.

Dagegen hatte die Tropic-Version (Maracuja/Ananas/Mango) eine ausgewogen fruchtige Süß-Säuerlichkeit und eine schöne gelbe Farbe.

Sehr lecker.

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Zum Abschied gönnte ich mir mit dem Hamapaka, das Landgang zusammen mit Alles Elbe kreiert hat, noch ein solides DIPA nach all der Fruchtsäure und machte mich dann auf den Heimweg.

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Dass der ausgefüllte Bewertungsbogen trotz des extra ausgerufenen „Events“ bei der Abgabe weit weniger Aufmerksamkeit fand , als ein irritierenderweise gleichzeitig mittendrin an der Bar stattfindendes Hot Dog-Fotoshooting, rundete leider zum Schluss meinen irritierenden Eindruck von der Veranstaltung ab.

Ich bin trotzdem gespannt, welche Variante am Ende das Rennen macht und in der Flasche landet.