Bierologen in Stuttgart

30.07.2018 – Stuttgart

Auf dem Rückweg vom Bodensee machten wir Station in Stuttgart.

Sophie´s Brauhaus bot sich schräg gegenüber dem Hotel für die erste Mittagsrast an.

Die Biere gefielen: Das Pale Ale war gut, das Schwarzbier sehr lecker.

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Dazu gabs lokal-herzhaftes Essen (Linsen, Würstchen und Spätzle).

Wie überall in Stuttgart (abgesehen vom Schlesinger) war hier leider das Konzept des freien Tap Water noch nicht bekannt.

Ein großer Krug für 1€, immerhin, wenn man bedenkt, wo wir waren.

Auf dem City-Rundgang kamen wir auch zur Bierothek-Filiale.

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Die stellte sich entspannt und gut sortiert dar.

Wir gönnten uns ein Ronald Dump und ein Puffbohne, beides Export, beide bei dem Wetter gut bis sehr gut.

Auch nahmen wir teil an der Bierverkostungsaktion „Mutiger Montag“, bei der es galt, einen Bierstil zu erraten.

Irgendwie hatte ich (vom Mittag oder vom Dursten?) wohl noch Salz auf der Zunge und hielt die Berliner Weisse doch tatsächlich überzeugt für eine Gose…peinlich, peinlich.

Ähnlich wie das Problem des freundlichen und entspannten, aber etwas verplanten Verkäufers: Er ließ uns und einen Amerikaner die Weisse blind-verkosten.

Als letzterer ganz angetan war und davon ein paar Flaschen kaufen wollte (Brlo Berliner Weisse), stellte sich heraus, dass die verkostete Flasche leider die letzte am Lager gewesen war.

Neben regionalem Sortiment erwähnenswert war hier noch, dass es „Puffbohne“, das „Hausbier“ der (geschlossenen) Erfurter Filiale, sozusagen aus der Konkursmasse, in größeren Mengen gab.

Nach es hier im Talkessel so heiß war, dass sogar steinerne Hirsche Durst bekamen,

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kehrten wir zum Abendessen in ein weiteres Brauhaus, das Calwer Eck, ein.

Hier gab es nicht überzeugende Touri-Küche und mäßigen Service, dafür aber ein ordentliches Pale Ale.

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Die Krönung war zum Ausklang unseres Abends der Besuch im Schlesinger, eine Art Bierpub mit schrammelig-sympathischem Kiez-Charme im Erdgeschoss eines Parkhauses.

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Dazu passend das Personal mit direkt-lockerem Humor und Latinoprägung, eine Reihe lokale Mainstreambiere am Hahn und Dutzende gut gekühlte Flaschenbiere, von Craft bis hin zu Raritäten.

Sehr lecker war etwas das IPA von Cast-Bräu, sogar noch besser das Käpsele vom Stuttgarter Hofbräu.

Auch wenn Stuttgart insgesamt eher mäßig begeisternd war, wenn man schon mal da ist, ist das Schlesinger jedenfalls ein „muss“.