Brauerei-Führung bei Fiege („BrauKultTour“)

15.02.2018/24.07.2018 – Bochum

Durch glückliches Timing ergab es sich, dass ich am vorletzten Tag meines Bochumaufenthalts noch mit ein paar Kollegen an einer der beliebten und oft schon lange vorher ausgebuchten Führungen bei der „Privatbrauerei Moritz Fiege“ in teilnehmen konnte.

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Treffpunkt war der Fanshop auf dem Brauerei-Gelände, in dem es ziemlich eng wurde.

Starteten doch an diesem Abend gleich zwei Gruppen von etwa 20 Personen zur Führung.

Mit viel treppauf und treppab ging es kreuz und quer durch die Brauerei.

In der „Leitwarte“ konnten wir nicht nur die Schalttafeln bewundern und einem von mehreren atmosphärisch gesprochenen Band-Texten lauschen,

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sondern auch von den bei Fiege verwendeten Malzen (vor allem das Carafa wäre durchaus auch eine leckere Knusperei für daheim)

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und das erfrischende und ebenfalls schmackhafte Brauwasser kosten.

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Weiter ging es durch einen „Hopfenbereich“ zu den Gärtanks (der offene

war, da nur in Hochzeiten in Betrieb, an diesem Tag nicht belegt).

Anschließend kamen wir in die atmosphärisch sehr angenehm beleuchtete und mit lokal passender Musik beschallte Halle mit den Lagertanks.

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Der Eine oder Andere bekam spontan Lust, daheim umzubauen, oder gleich hier einzuziehen.

In alten gemauerten Lagerkellern gab es eine kurze Ruhepause mit Sitzgelegenheiten bei einer weiteren ansprechenden Audiopräsentation, die auch schon einigen Bierdurst verursachte.

Gut, dass es anschließend an alten Tanks vorbei in den Zwickelkeller ging.

Hier durfte nach Lust und Laune vom Zwickeltank gezapft und genossen werden.

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Dabei fiel mir eine entscheidende Veränderung zu meiner ersten Führung vor ein paar Jahren auf: Es gab nun das künftige „Fiege Z“, ein Export-Zwickel statt des früheren Pils-Zwickels.

Die meisten Teilnehmer waren sehr begeistert davon.

Ich muss leider zugeben, dass mir das gefilterte „Fiege Gründer“ mehr zusagt.

Aber Geschmäcker sind eben unterschiedlich.

Nach einer Besichtigung der Wasch- und Abfüllhalle, deren Funktion uns um die abendliche Zeit per Video vorgeführt wurde, und einen Bügelflaschen-Öffnen-Wettkampf (um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Bügelflaschen offen zurückzugeben – auch wen meiner Erfahrung nach Pfandautomaten sie oft geschlossen besser akzeptieren) ging es ganz hinauf in die „Zirbelstube“.

Hier gab es für jeden Teilnehmer eine leckere Portion Currywurst und die Möglichkeit, sich etwa 90 Minuten lang durch die Fiege-Palette zu probieren.

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Einzig das (aus der Flasche sehr leckere und bei Rietkötter vom Fass leider nur durchschnittliche ) Fiege Alt gab dort nicht.

Aus dem „Kopf“ des weithin sichtbaren Brauereiturms ging es per Fahrstuhl glücklich und zufrieden wieder hinunter und heimwärts.

Auch wenn es schon die zweite Fiege-Führung für mich war, war sie doch unterhaltsam und genussvoll.

Der einzige „Schwachpunkt“ im Vergleich zu Führungen in anderen Brauereien, dass es nicht für jeden Teilnehmer „Give-Aways“ (z.B. ein Fiege-Glas) gab, wurde für mich durch den Currywurstimbiss und die Zwickelpause sehr gut aufgewogen.

24.07.2018 – Nachtrag:

Auf Einladung von Fiege waren Tobi und ich nochmal zusammen auf der BrauKultTour.

Auch Tobi hat sie gut gefallen. Da wir nun den Vergleich hatten, kann ich klar sagen: Staropramen in Prag  kann da nicht mithalten!

Zudem stellten wir fest, dass der Hopfen vom Ziel unserer Reise, auf der Bochum ein Zwischenhalt war, schon hier war und verbraut wurde:

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Wie der Zufall manchmal spielt, begann kurz nach unserer Führung das Open-Air-Kino auf dem Fiege-Gelände, zu dem man gleich da bleiben konnte, was wir gerne taten und auch noch den Film sowie das eine oder andere Fiege-Bier genossen.

Danke für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend in Bochum… und Prost!

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